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Wettbewerb „Stahl Fliegt“ 2013, Frankfurt am Main

Pressemitteilung RWTH Aachen Team 3

Am 04.07.2013 hat in Frankfurt am Main der Wettbewerb „Stahl Fliegt“ stattgefunden. Studententeams aus den Hochschulen in Aachen, Kassel, Dortmund, München und Darmstadt haben daran teilgenommen. Wie in früheren Jahren war die Aufgabe, ein Flugobjekt aus Stahl zu bauen, das am längsten in der Luft bleibt, wobei es eine ca. 4 Gramm schwere M8 Mutter transportiert. Um das Flugobjekt zu bauen ist außer dem Stahl mit mindestens 70% Eisenanteil verschiedenartiger Klebstoff (Sekundenkleber, Heißkleber, etc.) zum Zusammenfügen der Teile zugelassen.

Die Teilnehmer haben dabei drei verschiedene Konzepte verfolgt.

Zum einen die Form des klassischen Segelfliegers mit dünnem Rumpf, Höhen- und Seitenleitwerk und einer großen Tragfläche mit und ohne Ohren.

Zum anderen die Form des Deltaflüglers mit und ohne Höhenleitwerk und die Form eines Frisbees.

Unser Team (Team 3 aus Aachen) hat sich für das Konzept des Segelfliegers entschieden, nachdem wir aus Gründen der Flugstabilität und der Gewichtersparnis Formen wie den Deltaflügler verworfen haben. Anders als bei vielen anderen Teams, wo nach oben geknickte, beziehungsweise V- Förmige Tragflächen für die nötige Rollstabilität sorgen, haben wir eine völlig gerade, profillose Tragfläche aus 0,01mm dicker Stahlfolie gebaut und diese mit einem Rahmen aus Wellblech stabilisiert. Im Flug biegt sich eine solche Tragfläche aus Gründen der Flugdynamik gleichmäßig nach oben und sorgt so wesentlich effizienter für Rollstabilität als beispielsweise eine V- Förmige Tragfläche. Der Rumpf unseres Flugzeugs besteht aus 0,025mm dicker Stahlfolie, die wir zu einem Rohr mit ca. 10 mm Durchmesser gerollt haben. Hier kam die dickere Folie zum Einsatz, da der Rumpf während des Fluges und bei eventuellen Abstürzen keinesfalls knicken darf. Außerdem hat unser Flugzeug ein Höhen- und Seitenleitwerk aus 0,01mm dicker Stahlfolie die wie die Tragfläche mit einem Rahmen aus Wellblech verstärkt ist.

Dieses Flugzeug ist sehr leicht (30 Gramm) und bleibt bei richtiger Trimmung (Schwerpunkt und Abtrieb am Höhenleitwerk) sehr lange in der Luft. Womit wir allerdings lange zu kämpfen hatten war durch Torsion an den Tragflächen bedingtes Flattern. Aus diesem Grund musste das Flugzeug so gebaut werden, dass es sehr langsam fliegt.

Die längste Flugzeit (35 Sekunden aus 10 m Höhe) haben wir leider nicht während des Wettbewerbs erzielt, somit bleibt abzuwarten, welche Platzierung wir erreicht haben.

Wir danken der Firma W. Oberste-Beulmann GmbH & Co KG aus Remscheid, die uns Stahlfolie gesponsert haben und so den Bau vieler Prototypen und viele erkenntnisreiche Testflüge ermöglicht haben.

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Auf dem Foto das Team 3 RWTH Aachen von links nach rechts: Jannis Bonin, Lorenz Abduly, Vadim Aniko, Johannes Braukmann.

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